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Allgemein:

Wir über uns

Der Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. wurde am 20. Oktober 1920 von Rektor Hermann Esser [328 KB] u.a. in Hohenlimburg gegründet. Der Verein will durch seine Tätigkeit die Orts- und Heimatkunde pflegen, den Heimatgedanken wecken und fördern, die Geschichte im Bereich des Raumes Hagen und Iserlohn, insbesondere der ehemaligen Stadt Hohenlimburg und der ehemaligen Grafschaft Limburg erforschen und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse in Kenntnis setzen. Der Verein widmet sich der Erhaltung des Ortsbildes, dem Denkmalschutz und der Denkmalpflege, einschließlich der Unterhaltung des von ihm errichteten Mahnmals an der Esserstraße in Hohenlimburg, dem Natur-, Landschafts- und Umweltschutz. Ferner will er im Raum Hagen und Hohenlimburg zur Erhaltung und Förderung kulturhistorischer sowie kultureller Einrichtungen beitragen und das kulturelle Leben durch entsprechende Veranstaltungen bereichern.

Der Heimatverein - so die Kurzbezeichnung - hat 514 Mitglieder (Stand: 31. Dezember 2016) und 4 Ehrenmitglieder: Hermann Hulvershorn, Ernst Dossmann, Hartwig Stenda und Dr. Herbert Kersting.

Abbildung: Hermann Esser (1875-1935) -

Hohenlimburger Heimatblätter

Im Jahre 1983 hat der Verein für Ort- und Heimatkunde Hohenlimburg e. V. für die Herausgabe der bis dahin vereinseigenen Zeitschrift " HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER" unter diesem Namen einen eigenen Verein gegründet. Die Zeitschrift wurde 1926 von Rektor Herrmann Esser ins Leben gerufen und erscheint als Monatsschrift.

Abbildung: Titelblatt 1950 -

Möller und Esser vereint das Jahr 2007

200. Todestag von Johann Friedrich Möller

Eine der größten historischen Gestalten in der Geschichte des alten Limburg und des märkischen Raums ist Johann Friedrich Möller (6.12.1750-2.12.1807), Pfarrer von Elsey, politischer Schriftsteller zur Zeit der Aufklärung und Heimatforscher. Kaum ein zweiter stand in der langen Geschichte der HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER und anderer „Hohenlimburg-Literatur“ so häufig im Mittelpunkt von Abhandlungen wie er.

Im heutigen Hohenlimburg erinnern an den großen Sohn Elseys und Limburgs:

* Der gemeinsame Grabstein für Pfarrer Heinrich Friedrich Möller (1716-1805) und dessen Sohn Pfarrer Johann Friedrich Möller an der Südwand der Kirche in Elsey, im Volksmund Stiftskirche genannt

* Die Möllerstraße im Zentrum Elseys

* Eine Gedenktafel am Haus Brauhausstraße 3/3a (wo einst der Wiedemhof, Möllers Wohnhaus, stand), angebracht vom Verein für Orts- und Heimatkunde e.V.

* Das Möllerdenkmal auf der Heide (Burgweg)

An markanten Jahrestagen der Geburt oder des Todes von Johann Friedrich Möller versammelten sich über die Jahrzehnte hinweg immer wieder Hohenlimburger zu dessen Gedenken. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Möllerdenkmal zu, einem der ältesten Denkmäler der Region, eingeweiht am 7. Mai 1814.

Das Jahr 2007 ist das Jahr des 200. Todestages von Johann Friedrich Möller. Aus diesem Anlaß sei hier 50 Jahre zurückgeblickt, als der Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V. den 150. Todestag in den Mittelpunkt seines Vereinsgeschehens stellte. Das Jahr 1957 wurde zum „Möller-Jahr“ erklärt. Am 2. Dezember 1957 brachte der Verein die Wiedemhof- Erinnerungstafel an dem Gebäude Brauhausstraße 3/3a an, und im selben Jahr erneuerte er die Schrifttafel am Möllerdenkmal. Schließlich trat er als Herausgeber einer 40seitigen Broschüre zu Ehren der historischen Gestalt Möller auf: „Der Pfarrer von Elsey“, aus der wir hier einen Beitrag von Dr. Paul Bornefeld veröffentlichen: „Johann Friedrich Möller, sein Wesen und Wirken [1.175 KB] “.

In den Jahrgängen 1989 und 1996 der HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER hat sich der Verfasser dieser Betrachtung mit der Geschichte des Möllerdenkmals befaßt. Sein in der Ausgabe Nr. 10/96 erschienener Beitrag „Zur Restaurierung des Möllerdenkmals [1.416 KB] “, faßt die aktuelle Situation auch der Möller-Reminiszenzen im Ortsbild von Elsey zusammen (auf dieser Internetseite abrufbar).

100 Jahre Essers Werk „Hohenlimburg und Elsey“

Der historischen Gestalt Möller sieht sich ein Jahrhundert später ein Hohenlimburger verbunden, dessen Wirken auch in die Geschichte des Ortes eingehen sollte. Die Rede ist von Hermann Esser (28.5.1875-30.5.1935), dem Nestor der Heimatforschung des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 2007 jährt sich zum 100. Mal der Tag der Herausgabe seines großen, fast 600 Seiten umfassenden Frühwerkes „Hohenlimburg und Elsey [178 KB] “, das er im Alter von erst 32 Jahren in 36 Kapiteln veröffentlichte und „seiner lieben Frau und Gehilfin“ als „Geschichte ihrer Heimat“ widmete. Seiner Publikation stellt er das Motto voran: „Nichts ziemt dem Menschen mehr, als die Altertümer seiner Heimat, die Sitten und Großtaten seiner Vorfahren kennen zu lernen“, ein Wort, das der Verfasser Paul Eber zuschreibt.

Dreizehn Jahre später, 1920, gründet er, nun 45jährig, den Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V. Schriftstellerisch tätig ist er weiterhin: Sechs Jahre nach der Vereinsgründung ruft Esser 1926 die Monatsschrift des Vereins ins Leben, die heutigen HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER, deren erster Schriftleiter er wird. Noch über seinen Tod im Jahre 1935 hinaus wartet die Zeitschrift monatelang mit Beiträgen aus seiner Feder auf.

Symbolik

Mit Sinn für Symbolik endet Essers Vorwort zu „Hohenlimburg und Elsey“ so: „Hohenlimburg, am 2. Dezember 1907, dem hundertjährigen Todestage Joh. Fr. Möllers. – Hermann Esser.“ - Damit sind es zwei Ereignisse, die den 2. Dezember 2007 in den Blickpunkt rücken: der 200. Jahrestag des Todes von Möller und der 100. Jahrestag der Herausgabe des großen Esser-Buches, das sich auch heute noch in der gut bestückten Bibliothek eines heimatgeschichtlich Interessierten findet.

Nur wenige Meter entfernt vom einstigen Elseyer Wiedemhof, Möllers Wohnung, wohnte gut einhundert Jahre später Esser. Und so hat es auch Symbolgehalt, daß sich die Namen der beiden im Ortsbild des heutigen Elsey berühren: Die Möllerstraße mündet in die Esserstraße ein, die bald darauf in die Elseyer Straße übergeht.

Nicht nur Symbolik ist es indessen, wenn sich Esser in seinem Frühwerk dem „ehrwürdigen Pfarrer“ zuwendet, es zeugt von Zuneigung und Bewunderung. Im Vorwort seines graphisch zeitgerecht mit Jugendstilelementen gestalteten Buches umreißt er skizzenhaft ein Bild der Landschaft Elseys in den Worten Möllers als ihres „treuesten Sohnes, der wie kein anderer die Heimat kannte und liebte“.

Elsey, politisch selbständige Gemeinde in der Grafschaft Limburg und später im preußischen Amt Hohenlimburg, wurde erst mit dem 1. April 1902 Teil der Stadt Hohenlimburg. So verwundert es nicht, daß Esser im Titel seines gut fünf Jahre später vorgelegten Werks den Namen Elsey noch eigens aufführt. Elsey war um 1900 ein Ort mit 3431 Seelen, die Stadt Hohenlimburg (noch ohne Elsey) hatte zu dieser Zeit 8111 Einwohner.

(Text: Widbert Felka, März 2007)

Abbildung: Das Möllerdenkmal -